unchained, uncaged... only in virtuality
  Startseite
  Über...
  Archiv
  Stellungnahme
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Freunde
    roses.salvation
    - mehr Freunde


Links
   fragile.sorrow
   simplicity of beauty
   rainwillfall


http://myblog.de/endless-masquerade

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
IX.

"I beg to differ" 

Ich versuche seit einer Stunde anzufange zu schreiben, aber es geht nicht so richtig.

Vielleicht weil ich nichts zu sagen habe. Vielleicht weil ich zu viel zu sagen habe.

Alles bricht derzeit auseinander. Ich habe das Gefühl, mich auf niemanden verlassen zu können. Einsam unter Menschen, dabei liebe ich meine Familie so sehr.

Zwei Tage lang habe ich relativ normal gegessen. Zu wenig war durch meine Familie schwer, Binge durch Magenprobleme unmöglich. Und es fühlt sich so schlecht an. Weder voll noch leer, satt, aber nicht übersättigt. Damit kann ich nicht umgehen. Weder der Schmerz des Hungers, noch der des überspannten Magens kann mich meine innere Leere auch nur kurz vergessen lassen. Ich falle immer in ein Extrem, wie kann man satt zufrieden sein?

Wie oben schon angedeutet, bin ich krank. Magen-Darm-Grippe, seit Freitag fast auschließlich im Bett. So viel Zeit und doch absolut nichts erledigt. Wenigstens gezeichnet habe ich mal wieder. Die anstehende Schularbeit ignoriere ich jetzt mal einfach.

Ausführlicher will ich gar nicht werden, ich kann mir auch selbst nicht erklären, warum ich gestern den ganzen Abend geweint habe. Einen Grund gibt es doch nicht. Ich wollte auch eigentlich nie wieder weinen. Keine schlechten Gefühle mehr zeigen.

Wie auch immer.

1.11.10 22:14


IIX.

Wirre Gedanken. Ohne Anfang, ohne Ende, ohne Ergebnis... Geschrieben in der Schule, doch eingeschlossen in meiner eigenen Welt.



Alles ist belanglos. Sie sind belanglos. Und sie wissen es nicht einmal. Sie können endlos lange Gespräche über Nagellack  führen, fragt man sie jedoch nach dem Sinn ihres Daseins, zucken sie mit den Schultern. Sie sind der inbegriff der Masse.

Ich bin anders. Jedenfalls versuche ich es, versuche mit aller Kraft mich abzuheben. Vielleicht macht mich genau das zu einem Teil von ihnen. Das Streben nach Individualismus hat nichts mit dem echten Individualismus zu tun. Doch sogar die letzten echten Individualisten gleichen einander. Sehen anders aus, als die Masse, untereinander gleich.

Vielleicht mangelt es ihnen nicht an Tiefe, vielleicht mangelt es an der Akzeptanz der Gesellschaft.
Nachdenkliche Menschen werden gemieden, der Leichtmut regiert. Kein Widerspruch an sich, doch zu viele setzen Nachdenklichkeit mit Schwermut gleich.

Andererseits MUSS man zwangsläufig schwermütig werden, wenn man sich ehrlich mit der heutigen Welt, der heutigen Gesellschaft auseinandersetzt.

Je intelligenter, desto unglücklicher. Wie soll man auch glücklich werden? Tag für Tag mit Leid, Unrecht konfrontiert. Schließlich mit dem Tod.

Er lauert überall. In jaeder Ecke, jeder Nische, jedem Spalt. Früher oder später erwischt er auch dich. Das ganze Leben ist lediglich das Warten auf den Tod. Familie, Freunde, Hobbies - das sind die Zeitschriften, die uns das endlose Sitzen im Wartezimmer versüßen sollen.

Letztendlich belanglos. Ich bin belanglos. Und ich weiß es nicht einmal.

27.10.10 23:03


VII.

"If this is reality, I'm not interested." 

Es ist 7 in der Früh und ich bin noch immer nicht müde. Also schreibe ich einen Blogeintrag - was sollte ich sonst um diese Uhrzeit tun?

 Gestern bin ich mit geschwollenen Augen erst um 16h aus dem Bett gekommen. Meine Cousine (7) ist da und es dauert nicht lang, da kommt schon mein Onkel - den ich nur  Buddhisten-Onkel nenne - und will sie abholen.
Nach kurzer Zeit schlägt er dann vor eine "Persönlichkeitsbildende Übung" zu machen. Meine Schwester und ich stimmen ein. Sie ist zuerst dran.
Danach sind mein Onkel und ich in der Küche. Er fängt an:
"Schließe deine Augen. Bei dieser Übung geht es nicht um Inhalt, nur um den Prozess. Du musst - nein du sollst - mir nicht verraten woran du denkst."
"Mhm."
"Gut. Jetzt denke an eine Situation, in der du etwas geschafft hast."
Ich muss an den vorigen Tag denken. Auf dem Weg nach Hause McDonalds, Stopp in einem Einkaufscenter, ab in die Toilette und würgen.
"Eine Situation, in der du Angst hattest, es nicht zu schaffen..."
Mein Hals ist zu trocken, ich habe kaum getrunken. Neben mir übergibt sich ein anderes Mädchen lautstark. Ich gebe auf, gehe ins Center zurück. Nein, nein, es muss gehen. Ich laufe zurück, trinke einen Schluck...
"...es aber dann letztendlich doch geschafft hast."
...Ich stoße auf und endlich kommt alles hoch. Erleichterung.
"Hast du eine Situation?"
"Mhm..."
"Wie fühlt sich das an? Gut, oder? Wie ist der Geschmack des Erfolgs?"
Unwillkürlich muss ich lächeln.
"Mhm, gut..."
Schließlich läuft die Übung darauf hinaus, dass ich verschlossen bin, ihn und vielleicht sogar mich selbst anlüge. Laut ihm jedenfalls.
Als er mir sagt, ich solle jetzt eine passende Handbewegung... Ja...
Ich mag ihn, aber er durchschaut mich. Liest mein Gesicht wie ein offenes Buch. Und das macht mir Angst.

Andererseits, wovor habe ich denn keine Angst?

26.10.10 06:57


VI.

"And everybody knows you're fucking intelligent, so,
Why do you feel the need to please?"
-Laura Marling
 

Ich muss gerade essen...
Meine Oma hat mich förmlich dazu gedrängt, ich habe ja noch nicht zu Abend gegessen - die restlichen Mahlzeiten konnte ich erfinden, bzw. ausweiten, weil sie vormittags nicht da ist - und da hilft keine Ausrede, weil sie ständig in der Küche ist und so alles sieht. Außerdem hat sie Kornspitz rausgelegt, der morgen sonst hart ist. Unter ihren wachsamen Augen bereite ich ihn mir also vor. Aufschneiden, Butter, Wurst, Käse und Tomaten.
"Nimm doch noch ein paar Pflaumen!"
"Okay.."
Pflaumen.
"Vielleicht solltest du noch eine Banane essen..."
"Ich habe keine Lust auf Banane."
"Aber du liebst Bananen doch?"
"Schon, aber ich will jetzt nicht..."
Sie geht hinaus. Schnell Butter abschaben, die Wurst in eine Küchenrolle und wegwerfen. Ich werfe normalerweise kein Essen weg... Ich fühle mich schlecht.
Der Teller steht jetzt also neben mir. Ich WILL nicht... Aber ich muss. Die letzten Tage habe ich keine einzige Mahlzeit mit meiner Familie zusammen eingenommen. Auffällig? Ich weiß es nicht. Die nächsten Mahlzeiten wurden jedenfalls schon groß angekündigt. (Spinat mit Erdäpfeln morgen, Geschnetzeltes mit Nockerl übermorgen)
Aber nicht nur das Essen selbst ist das Problem. Auch das Tempo... Wenn ich für eine kleine Schüssel Joghurt locker über 1 1/2 Stunden brauche, wie soll ich in 20 Minuten einen normalen Teller schaffen? Ich will meine Oma nicht kränken... Und ich will nicht, dass sie sich Sorgen macht...

 Abgesehen davon fühle ich mich heute allgemein komisch. Ich verspüre einen Drang, weiß aber nicht wonach... Irgendwie bin ich aufgewühlt, dabei ist rein gar nichts passiert. Ich bin sehnsüchtig, weiß aber nicht wonach ich mich sehne.

Am liebsten würde ich mich vor der ganzen Welt abschotten, den ganzen Tag mit meinem Laptop im Bett bleiben und einfach nichts tun.
Andererseits will ich Menschen um mich haben, ihren Stimmen lauschen. Vor allem körperliche Nähe fehlt mir so sehr... Ich wage jedoch nicht, diese einzufordern.

Mein Leben, meine Persönlichkeit... Voller Gegensätze. Ich bin innerlich zerissen.

22.10.10 20:48


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung